EXW, FOB, CIF und DDP – was jeder Begriff für Ihre Kosten, das Risiko und die Frachtverantwortung bedeutet.
Geeignet für: Einkaufsmanager, Importeure, Büro- und Eventkoordinatoren
Lesezeit: 6 Minuten
Ideal für: Jede Bestellung, die über die Grenzen hinweg versandt wird
Sie werden lernen:
Incoterms (Internationale Handelsklauseln) sind die von der Internationalen Handelskammer veröffentlichten dreibuchstabigen Regeln, die für jede Lieferung festlegen, wo das Risiko vom Verkäufer auf den Käufer übergeht und wer für jeden Abschnitt der Reise zahlt. Bei maßgeschneiderten Weihnachtsgeschenken – einer Kategorie mit engen saisonalen Fristen – kann der falsche Incoterm Ihre Gesamtkosten um 10–25 % erhöhen oder dazu führen, dass Sie bei Verzögerungen in der Hochsaison ungeschützt bleiben.
⚠ Die goldene Regel der Incoterms
Wählen Sie den Begriff, der zum Verantwortlichen für die Fracht passt – nicht den mit dem niedrigsten Einzelpreis. Ein günstiges EXW-Angebot, bei dem Sie die Ausfuhrgenehmigung in einem fremden Land selbst organisieren müssen, ist in der Praxis selten billiger.
Bei EXW stellt der Verkäufer die Ware an seinem Betriebsort (oder einem benannten Ort) zur Verfügung – Ihre Verantwortung beginnt bereits beim Abholen. Sie organisieren die Abholung, die Ausfuhrgenehmigung, die Fracht, die Versicherung und die Einfuhr.
Bei FOB liefert der Verkäufer die Ware an Bord des Schiffes im benannten Verschiffungshafen (typischerweise Ningbo oder Shenzhen bei unseren Produkten). Der Verkäufer übernimmt die Ausfuhrgenehmigung und den Transport im Inland; das Risiko geht erst über, wenn die Ware an Bord des Schiffes ist.
Bei CIF zahlt der Verkäufer die Fracht sowie eine Mindestversicherung bis zum Bestimmungshafen, doch das Risiko geht bereits an Bord im Ausgangshafen über – ein Detail, das viele Käufer übersehen.
Bei DDP übernimmt der Verkäufer alles – Fracht, Versicherung, Aus- und Einfuhrgenehmigung sowie Zölle – und liefert die Ware an Ihre angegebene Adresse. Das Risiko geht erst bei der Zustellung über.
| Begriff | Ausfuhrgenehmigung | Hauptfracht | Einfuhrzoll | Risikoubergang |
|---|---|---|---|---|
| EXW | Käufer | Käufer | Käufer | Dock des Verkäufers |
| FOB | Verkäufer | Käufer | Käufer | An Bord im Ausgangshafen |
| CIF | Verkäufer | Verkäufer | Käufer | An Bord im Ausgangshafen |
| DDP | Verkäufer | Verkäufer | Verkäufer | Ihre Tür |
Im vierten Quartal sind die Lieferzeiten wichtiger als der gewählte Begriff. Bei einer Standardproduktion von 7–15 Werktagen nach der Musterfreigabe plus 25–40 Tagen Seefracht (oder 3–7 Tagen Luftfracht) bestimmt der gewählte Incoterm, wer eine Verzögerung ausgleichen muss:
FOB ist bei B2B-Maßgeschneiderten Geschenken am häufigsten – er gibt dem Käufer die Kontrolle über die Seefracht und ermöglicht die Konsolidierung mehrerer Lieferanten in einen Container, während der Verkäufer die Ausfuhrgenehmigung aus China übernimmt.
Nein. Bei CIF arrangiert der Verkäufer nur eine minimale Versicherung; das Risiko geht bereits an Bord im Ausgangshafen über. Für vollen Schutz sollten Sie eine eigene Vollkaskoversicherung abschließen oder auf DDP ausweichen, bei dem der Verkäufer die Kette bis zu Ihrer Tür kontrolliert.
Wir können DDP über einen lizenzierten Spediteur an vielen Zielorten koordinieren. Wo eine Importregistrierung nicht möglich ist, greifen wir auf FOB oder CIF zurück und unterstützen Sie bei der Bereitstellung aller Ausfuhrdokumente, damit Ihr Zollbroker die Ware reibungslos abfertigen kann.
Nennen Sie uns die Menge, die Produktart und das Lieferland – wir empfehlen Ihnen innerhalb von 24 Stunden den passenden Incoterm sowie einen realistischen Zeitplan.